Hommage an Sevilla - Andalusien
Ein lebendiger Ort, der mich den eigenen Atem spüren läßt. Ein Licht, das kleinste Details sichtbar werden läßt. Dinge, Gebäude, Azulejos, die aus ihrem Innern leuchten. Farben, die sich mit Düften vereinen.
Die Plaza de España! Menschen, Pferdekutschen, Jung und Alt, Fremde, Einheimische, alles ohne Verwirrung gemischt. Musik überall, Gitarre, Glockenspiel, Gesang. Eine Stadt voller Vitalität. Eine bunte kulturelle Mischung und Inspirationen auf der Basis vieler Kulturen. Es scheint, dass auch das Christentum, dieser besonderen Mischung und Schönheit nicht hat widerstehen können.
Große Pracht, dann wieder die schlichte architektonische Schönheit der engen Gassen. Es ist Freude pur durch das Barrio de Triana zu bummeln und die Nacht zum Tag zu machen. Zu jeder Uhrzeit, findet man eine Bar oder eine Terrasse, um ein Glas Cava oder Wein zu trinken. Man schlendert zeitverloren durch die Gassen, ißt einpaar Tapas, bewundert die Auslagen der vielen kleinen Geschäfte mit traditionellem Handwerk, den wunderschönen Haarschmuck aus Horn und Silber, die Seidenstickereien, die pfiffige, junge und alternative Modeszene in der Altstadt.
Im Erinnerungsspeicher fest verankert: ist das Silvesterfest 2010/11 mit der Lichterspiegelung im Fluss Guadalquivir, und der Blick auf den Torre del Oro. Die Plaza de toros de la Maestranza läßt davon träumen, alle Bedenken über Bord zu werfen und einen Stierkampf zu besuchen. Jedenfalls macht die Arena Lust, wieder in diese pulsierende Stadt zu reisen. Vielleicht sogar schon im April zur Feria? Einfach nochmals die Orangenblüten einatmen, sich von der Lebensfreude anstecken lassen und die herrlichen Farben der Flamenco-Trachten und die schönen Frauen bewundern.
Welche Inspirationsquelle läßt eine so außergewöhnliche alte und doch zeitlose und auch moderne Stadt wie Sevilla entstehen? Das Viertel Santa Cruz, das casa de Pilatos, das Flamencomuseum. Insbesondere das Museum der Schönen Künste, ein großartiges Museum, das einen intensiven und unkomplizierten Zugang zu großer Kunst gestattet, weil man hier noch so dicht wie sonst nirgendwo mehr an die Kunst herantreten darf, den Pinselstrich aus nächster Nähe sieht, dem Maler und Bildhauer intensiv nachempfindet und den Geist des Kunstwerks einatmet.
Viele Baudenkmäler und dreimal Weltkulturerbe: Die Kathedrale und die Giralda. Dann das Archivo General de Indias. Und nicht zuletzt die Alcázar, ursprünglich eine Festungsanlage, über die Jahrhunderte dann aber zu einem weitläufigen Schloß im Mudéjar-Stil ausgebaut. Mein heimlicher Traum: Hier einmal malen, irgendwo in einer Nische heimlich, wenn es denn nicht offiziell und in aller Stille einmal sein dürfte…Dann im weitläufigen Garten ein heimliches Glas auf die Schönheit dieses Ortes im Besonderen und auf Sevilla und die schönen Künste im Allgemeinen erheben.
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Übrigens: Die Nächte in Sevilla haben ihren ureigenen Duft, ein Parfüm nach pulsierendem Leben, nach Liebe, Orangen, Jasmin, Muskat, Mandeln und Kamille.
Eine magische Stadt…







