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Jeden Monat wird hier eine ausgewählte Arbeit von Mana Binz genau vorgestellt und beschrieben. Erfahren Sie etwas über die Entstehungsgeschichte und über Hintergründe zu dem Kunstwerk.....


Werk des Monats Juni 2010




Werk des Monats Juni 2010: DIE ZAHL DREI


DIE ZAHL DREI
Künstlerin: Mana Binz

Beim RITUELLEN ESSEN - LEBEN IM FLUSS spielt die Zahl 3 eine große Rolle. Die Speisefolge ist in drei Gruppen unterteilt mit jeweils 3 x 3 Einzelgerichten, Miniaturen von Geschmacksmemoraten in neu interpretierten Erinnerungsrezepturen…
Warum gerade die Zahl 3 ? Mana Binz fasst es zusammen:

  • Im christlichen Glauben steht Drei für die Einheit von Gottvater, Sohn und heiliger Geist.
  • Drei steht für die Vision von Unendlichkeit, für die Einheit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  • Bei zwei Personen hat man eine Paarsituation. Drei sind eine Gruppe und führt durch die Aufhebung der Dualität sofort zur Kommunikationsänderung.
  • These - Antithese - Synthese auch für das Denkmodell steht für die Zahl drei.
  • Drei ist die erste Zahl die Anfang, Mitte und Ende hat und die einzige Zahl, die jeweils nur eines dieser Glieder besitzt.
  • Die kleinste Fläche besteht aus drei Punkten. Das kleinste Volumen ist die dreiseitige Pyramide.
  • Familie = Vater + Mutter + Kind
  • Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Seele und Geist.
  • Es gibt sieben Todsünden gegen Mensch und Gesellschaft und drei gegen Gott in den 10 Geboten.
  • Für Juristen - das Prinzip der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative .
  • In der Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
  • Aber auch das Schimpfwort: Du kannst wohl nicht bis drei zählen!
  • Der flotte Dreier…
  • Aller guten Dinge sind drei.
  • Auf dem Teller: Fleisch, Kartoffeln, Gemüse.
  • Die Speisefolge: Vorspeise Hauptgericht, Nachspeise


Die Aufzählung zur Besonderheit der Zahl DREI könnte fortgesetzt werden, denn es gibt noch Viele rund um die Zahl Drei.
Doch jetzt gebe ich den Startschuss in das Festessen im Dreiklang:

Achtung, Fertig, Los!


Werk des Monats Mai 2010


LEBENSFLUSS - LANDSCHAFT MOSEL
Künstlerin: Mana Binz

Wir schauen hoch in den blau-weißen Wolkengarten Von Mana Binz. Der Garten verläuft parallel zum alten Flußbett der Mosel wie ein Höhenweg. Hier hat die Künstlerin mit einigen der von ihr entworfenen und hergestellten Wasserschalen, die für das Reinigungsritual innerhalb der Genusskunstaktionen im Mai 2010

RITUELLES ESSEN - LEBEN IM FLUSS


vorgesehen sind, eine Spur durch den Garten gezogen. Von der Quelle bis zur Mündung des Lebensflusses durchquert jeder Mensch Raum und Zeit. Spuren hinterlassen, sich Zeit nehmen, um Zeit zu haben, der Zeit die Zeit zu lassen, um Erinnerung zu werden, das ist die Linie quer durch das künstlerische Schaffen von Mana Binz.




Werk des Monats Mai 2010: LEBENSFLUSS - Landschaft Mosel



Werk des Monats April 2010


APRIL
Künstlerin: Mana Binz

Eine gedankliche Reise zum Beginn des Aprils

RITUELLES ESSEN - LEBEN IM FLUSS



Werk des Monats April 2010: DER APRIL VOR DEM GENUSS



April

Sonnentraum und
Winterreisen
Blütendüfte
Frühlingsweisen
Wolkentanz mit
Flügelschlägen
Feuerspiele
Motorsägen.



Schabernack und
Glockenklänge
Freudenscherze
Lockgesänge
Frühlingsblumen
Feuchte Socken
Mädchenduft mit
Wiesenglocken.

Mana Binz 2010

>>
» Zum Ostergruss von Mana Binz im Blog



Werk des Monats März 2010


März 2010
Künstlerin: Mana Binz

Genusskunst

RITUELLES ESSEN - LEBEN IM FLUSS



Werk des Monats März 2010: Genusskunst



Beschreibung

Das Werk des Monats März 2010 gibt einem kleinen Einblick in die Vorbereitungen für die festlichen Essenszeremonien, die im Mai 2010 in der Kulturwerkstatt Paulushof in Lieser stattfinden werden. Das Geheimnis gehört mit zum Ritus. Daher zeigt das schlichte Foto nur ein Gedeck mit einem einzelnen Teller, der rund um die Dessertgänge eingesetzt wird. Ein Testlauf, eine Probeeindeckung, wie es viele in der Vorbereitung der Genusskunstaktion schon gab, der Fastenzeit und der Weinabstinenz angemessen mit leerem Teller. Warum habe ich dieses Foto ausgewählt? Seit vielen Monaten treibt mich dieses Projekt um. Es ist ein heftiges Umtreiben, voller intensiver Arbeit am Zeichentisch, am Brennofen und im Bewusstsein. Weit über 1000 große und kleine rituelle Gefäße aus Glas habe ich entworfen, gezeichnet, selbst hergestellt. Dieser Prozess selbst ist Kunst. Die Kunst setzt sich fort im Fest und wird dennoch mit dem Fest nicht vollendet sein.

Es sind im Wesentlichen drei Themen, die sich in diesem Kunst- und Kulturprojekt verweben:

1. Riten und Rituale sind die Wurzeln der Kunst. Auf diese Ursprünge möchte ich hinweisen. Ein festliches Essen eignet sich hierzu, denn seit Jahrhunderten sind Festessen und Essen zu spirituellen Anlässen mit Ritualen verbunden. Sie heben sich ab von der reinen Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme. Zum Lebenserhalt isst und trinkt der Mensch. Doch durch die Alltäglichkeit des Bedürfnisses wird Essen und Trinken immer weniger zelebriert. Bei dieser Aktion mit Wasser, Wein, Brot, Feuer und Erinnerungsrezepturen wird es sakral und lustvoll bacchantisch zugehen. Das ist kein Widerspruch, denn bewusstes Genießen, ist die Basis von Kultur. Schon Johann Wolfgang von Goethe sagt "... kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend…“.

2. Es geht mir auch darum, den fließenden Übergang von Kunst und Design zu thematisieren. Ein Teller ist ein Teller. Er kann benutzt werden, um etwas hinein zu legen. Doch ist jeder Teller, jedes Gefäß das nicht nur angeschaut, sondern auch genutzt werden könnte, bereits deshalb ein Gebrauchsgegenstand? Werden die Stahlskupturen von Richard Serra Gebrauchsgegenstände, wenn jemand in der prallen Sonne ein Ei darauf braten will? Was ist ein Teller in der rituellen Installation eines Essens? Was ist ein Teller kopfüber an die Decke geklebt? Steht es nicht jedem frei, mit Kunst das zu machen, was ihm in den Sinn kommt? Beim Ritual ist Kunst und Kultur allgegenwärtig spürbar. Die geschlossene Gesellschaft, die sich heute um Kunst, Künstler, Kunstmäzene und Kunstkenner gebildet hat, wird geöffnet. Jeder ist ein Künstler. Alte Fragen werden neu aufgeworfen.

3. Das Leben als Kunstwerk – Bewusstsein für Zeit und Raum und die Wertigkeit unserer Handlungen sind die Basis menschlicher Kultur. Immer wenn um dieses Bewusstsein gerungen wird, ist die Vergänglichkeit des Lebens spürbar und die Kostbarkeit der einmaligen Momente in der flüssigen Lebenszeit. Rituale schaffen solche einmaligen Momente, in denen Bewusstsein für Kunst und Kultur erfahrbar wird und Erinnerung entsteht. Kunst entspringt dem verinnerlichten Horizont des Lebens. Es kann nur das sichtbar herauskommen, was im Geist zuvor angekommen ist. Alles ist im Fluss, im Fluss von Zeit und Raum und im Fluss der Erinnerung. In der Aktion rund um den Genuss aller Sinne, von Gaumenfreuden, Augen- und Ohrenschmaus thematisiere ich das Leben am Fluss, das Leben im Fluss, das Leben im Überfluss. In 27 Geschmacksmemoraten werden den Teilnehmern “Erinnerungsrezepturen“ begegnen. Sie sollen Assoziationen an erlebte Genüsse wecken. Das rituelle Essen wird zudem nahe am Fluss stattfinden – auch dies eine uralte Metapher: Der Strom der Zeit.

Werk des Monats Februar 2010



Installation Scherbenhaufen

Künstlerin: Mana Binz



Werk des Monats: Installation SCHERBENHAUFEN



SPUREN IM SAND

Ein Scherbenhaufen
Der Erinnerung Scherben
Scherben der Erinnerung
Verblasste Erinnerung
Im Spiel der neuen Liebe
Neuer Sand im Getriebe
Spuren der Liebe im Sand

Mana Binz - 2010

P.S: Schön vorsichtig sein. Der Valentinstag fällt in die närrische Zeit....


Werk des Monats Januar 2010


WELTWASSERPUMPE (1965)
Künstlerin: Mana Binz
Technik: Collage mit Ölkreide
Größe/cm: 62 x 44.



Werk des Monats: Weltwasserpumpe (1965)




Wasser ist Urkraft und Quelle des Lebens. -
Lebenserhaltendes Wassers - Nur durch Wasser können sich die menschlichen Zellen erneuern und gesund erhalten. Dort, wo genug Regen fällt, verdörrt die Ernte nicht. Vom Überfluss verwöhnt, scheinen uns Themen wie die Verknappung des Wassers und dessen Kostbarkeit wenig bewusst zu sein. Die Menschen, die den Kampf um das Überleben und das Wasser täglich führen müssen, sie scheinen uns weit entfernt. Muss es Katastrophen geben, wie jetzt das Erdbeben in Haiti, damit wir endlich wach werden? Ach, wenn wir doch nur wach würden…

Wege finden für nachhaltige Hilfe
- Wir machen ganze Völker und Menschengruppen unselbstständig. Entmündigen viele Menschen hier in unserem Vaterland, inzwischen ebenso, wie die Menschen, die seit Kolonialzeiten ausgeraubt und entmündigt worden sind. Dann ein verheerendes Erdbeben in einem von Armut gebeutelten Land, rund herum Tourismus, die USA vor der Haustür. Katastrophe, Entsetzen, Hilfsbereitschaft – oder? Die Flugzeuge kommen nur nach und nach runter…

Wir wollen helfen. Bei allem Elend: Spendenbereitschaft erst nach nacktem Entsetzen wirft auch die Frage auf, ob “Entferntenliebe“ hierfür ursächlich ist. Ist spontane Spendenbereitschaft wahre Empathie oder wollen wir uns selbst glauben machen, wir seien noch nicht komplett verroht? Wir seien noch fähig, wirklich mitzufühlen? Wenn wir anonym, in der Welt da draußen scheinbar helfen, brauchen wir dann kein Elend um uns herum zu sehen?

Die Menschen brauchen wirklich unsere HilfeEs gibt bei Naturkatastrophen keine Ausreden: Aus aktuellem Anlass brauchen die Menschen auf direkten Wegen schnelle Hilfe, so schwierig dies in der Chaossituation eines korrupten und regierungslosen Landes ohne Infrastruktur zu bewerkstelligen ist. Tote beerdigen, Seuchen verhindern, Verletze behandeln, Medikamente, sauberes Wasser, Lebensmittel – diese Hilfe ist christliche Nächstenliebe.

Echte Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe - Auch viele andere Menschen in Entwicklungsländern und Menschen um uns herum brauchen echte Hilfe. Sind wir aus Dankbarkeit für unseren Wohlstand bereit, wirksame Wege zu finden, um der anderen Hälfte der Menschheit, die in wasserarmen Gegenden geboren wurden, die ausgebeutet wurden, von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen scheinen, die Hand zu reichen? Sind wir bereit, sie zu unterstützen im täglichen Kampf ums Überleben? Echte Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir Wege für wirksame und ehrliche Hilfe finden, um benachteiligte Menschen nachhaltig an unserem Überfluss teilhaben zu lassen. Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen, ebenso wie für die bereits lethargischen Menschen in unserem eigenen Land.

Das Werk des Monats Januar 2010: Hierzu Mana Binz: „Als Kind behütet und bevormundet zugleich hatte ich die WELTWASSERPUMPE 1965 für meinen Vater als Collage geschaffen. Ich wollte ihm zeigen, dass Kunst, so wie ich sie sehe, eine ernsthafte Angelegenheit ist. Begleitende Schulreferate über die Wertigkeit des Wassers rundeten meine verzweifelte jugendliche Überzeugungsarbeit ab. Ich weiß bis heute nicht, ob das Bild jemals im Tiefbauingenieur-Büro meines Vaters hing. An Aktualität hat es in mehr als 40 Jahren nichts eingebüßt…“


DER MANA BINZ JAHRESENGEL 2009



Der Mana Binz-Engel 2009

Mana Binz - Jahrgangsengel 2009.

Das Geheimnis wird gelüftet:

Es ist der Erzengel Raphael, den die Künstlerin Mana Binz für einen flüchtigen Moment eingefangen hat.

Aus irdischem Quarzsand entsprungen, transparent, schwerelos, scheint er in himmlische Sphären aufzusteigen.

Nur 100 Raphael – Engel wird es geben! Jeder ein Individuum in Verschmelzung und Ausführung.

Möge Gott die Seele heilen und Raphael als Schutzpatron den Kranken Heilung und Linderung bringen.

Wir sehen uns am 12. 12. 2009 in der Kulturwerkstatt Paulushof in Lieser!
» Info-Link




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TANZ AUF DER ZUNGE 2

TANZ AUF DER ZUNGE 2 Ecovin 2009
Im Garten stellte die Künstlerin Mana Binz Ihr Kunstwerk “Welten im Wein“ vor. In hochformatigen Bildern aus Glas spiegelt das Werk die imaginative und lustvolle Wirkung des Weingenusses. Das Werk ist das erste nachwachsende Kunstwerk dieser Art. Es wurde als Projekt für die Weinkultur in 2008 begonnen. Die ersten vier Bildfindungen wurden im letzten Jahr auf der Jahrgangspräsentation 2007 von ECOVIN gezeigt. Das Kunstwerk soll auf insgesamt 49 Bilder heranwachsen.

>> Weiterführender Link: » WELTEN IM WEIN