Jeden Monat wird hier eine ausgewählte Arbeit von Mana Binz vorgestellt und beschrieben. Erfahren Sie etwas über die Entstehungsgeschichte und über Hintergründe zum Kunstwerk.....
SEEROSENTEICH
Dieses Foto ist ein Ausschnitt aus der Mobilen Freske von Mana Binz aus 2002
Dimension/cm: 285 x 285
Seit vielen Jahren setzt sich Mana Binz mit dem Leben und dem Werk des französischen Malers Claude Monet auseinander. Seine Motive, sein Leben, sein Rückzug ins Private, das Überhöhte sowie das Profane, die Bedeutung von Erinnerung in seiner Malerei, seine Reisen, seine Liebe zum Garten, die gezielte Öffnung nach Außen, seine Selbstbezogenheit und der introvertierte Rückzug.
Die Seerosen im “Seerosenteich“ von Mana Binz sitzen jeweils in Farbinseln. Jede Blüte einzeln für sich allein. Wie würde Monet heute leben in Zeiten von Internet und Social Media? Würde er sich noch weiter zurückziehen? Ja – er würde und mit Sicherheit würde er anders malen! Doch wie? Große Weiterentwicklungen setzen so oft Zerstörung voraus.
Eine Annäherung sucht Mana Binz in Ihrer Rauminstallation: “Les Jardins de Memoire – eine Hommage an Claude Monet“. Hier finden wir Interpretationen der Landschafs- und Seerosenbilder weiß übermalt – scheinbar zerstört. Ebenfalls Teil der Installation ist die mobile Freske SEEROSENTEICH – eine Arbeit aus 2002 auf schwerem Baumwollstoff ohne Keilrahmen frei von der Decke hängend und eine Graffiti-Installation mit „Puppenwiegen“ für Schmetterlinge. Leuchtender Mittelpunkt des Raums ist die gläserne Deckeninstallation SUPERNOVA, „der Himmel hinter dem Himmel“ …
Ab Donnerstag der nächsten Woche, also ab 2. Februar 2012, zu sehen in Lieser an der Mosel in der Kulturwerkstatt Paulushof, an jedem Donnerstag der Woche bis Ende März 2012.
AUSSTELLUNG
Mana Binz
Rauminstallation: “Les Jardins de Mémoire – in Memoriam Claude Monet“
Die Hommage an Monet von Mana Binz im alten Kelterhaus der Kulturwerkstatt Paulushof, Paulsstrasse 2-12, 54470 Lieser - Mosel, ist vom 02. Februar bis Ende März an jedem Donnerstag geöffnet von 10.00 – 16.00 Uhr.
DIE GEBURTSZELLE
Aus dem ARTECELLI-Projekt
Mana Binz, ARTECELLI – PROJEKT, 2005 – dato
Das fahrende Kunstwerk wird im neuen Jahr vor meinem Projektatelier „Alte Schmiede“ am Ende der Paulsstrasse in Lieser stehen und dort generalüberholt. Wer Gegenstände seiner persönlichen Erinnerung von der Geburt bis zum Tod integrieren will, kann das in 2012 wieder machen.
Das Atelier hat inzwischen ein neues Dach bekommen. Der Hagelschaden ist soweit beseitigt. Im Januar wird das Atelier auch im Innern wieder auf Vordermann gebracht. Die Interaktion im ARTECELLI-Projekt wird fortgesetzt. Ich freue mich über jeden Gegenstand, der das Kunstwerk weiterentwickelt. Insbesondere freue ich mich über Gegenstände rund um die Geburt eines Menschen.
Auf dem Foto werfen Sie einen Blick in das Innenleben der Geburtszelle – Mit dieser Zelle meines Projektes über Erinnerung habe ich was erlebt! Fester Bestandteil meiner eigenen Erinnerung und Messlatte dafür, was Kunstfreiheit bedeutet.
Kurz: Wegen dieser Zelle musste ich eine Durchsuchung meines Ateliers, meiner Büros, meiner Häuser über mich ergehen lassen. Der Hintergrund waren einpaar Fotos über eine Geburt, die als Erinnerung eines Arztes, also nicht von mir selbst, in das Werk integriert worden waren. Es ging um die Erinnerung eines Arztes an seinen Beruf, die dieser in das Kunstwerk hinein gab. Dem Arzt waren diese Fotos zur freien Veröffentlichung vom Fotografen, dem Ehemann der Gebärenden übergeben und auch von dieser seinerzeit zur Veröffentlichung freigegeben worden.
Keine Identifikation der Personen war möglich, die Fotos waren zudem künstlerisch bearbeitet und übermalt worden. Es ging um den Wert einer Erinnerung, um das Wunder, einer Geburt - niemand erkennbar, kein Gesicht, auch das Gesicht des Kindes nicht, auch nicht das Gesicht der gebärenden Frau! Ich ärgere mich bis heute über einen von mir zu schnell eingegangenen Vergleich, wollte dem Arzt den möglichen Ärger vom Hals halten und den Fortgang des Kunstprojektes nicht gefährden. Die Sache wurde eingestellt. Ich bezahlte meine Anteile der Prozesskosten.
Gerade habe ich eine Notiz über Internet im Kreissaal gelesen, was mir zu denken gibt:
Die Süddeutsche Zeitung http://www.sueddeutsche.de/leben/geburt-in-der-oeffentlichkeit-atmen-pressen-twittern-1.1245069 berichtete unter dem Titel: „Live aus dem Kreißsaal: Immer mehr werdende Eltern dokumentieren intime Details über die Geburt ihres Kindes im Netz, noch bevor es richtig auf der Welt ist.“
Wie harmlos waren da die wundervoll bearbeiteten Fotos in warmen Sepianuancen der Erinnerung an eine Geburt integriert in das ARTECELLI! Die neueren Entwicklungen finde ich fragwürdig. Wer fragt das Kind nach seinen Persönlichkeitsrechten?
Ein neues Jahr wird gerade geboren. Zellen sterben ab – Zellen entstehen. Das hinterlässt Spuren. Auch unsere Lebenswege hinterlassen Spuren. Alles bleibt im Fluss – im Fluss von Zeit und Veränderung. Nichts steht still. Nicht solange wir leben. Auch die Entwicklungen in der Kommunikation gehen weiter. Ich gestatte mir die Bemerkung: Bewahre Dir den freien Geist, Deine Urteilskraft. Schätze die Vorteile einer weltweiten Vernetzung. Verletze Deine Intimsphäre nicht, erst recht nicht die anderer Menschen und seinen diese noch so klein, wie eben unsere Kinder. Und verbringe Deine kostbare Zeit nicht nur im Internet. Gehe Wege, unbekannte, neue, immer wieder neue Wege, auch die holprigen. Denke mitunter quer. Oft sind es schwierige Wege, die zu großer Schönheit, zu Überraschendem, zu Atemberaubendem, zu den Sternen führen!
Ich wünsche Dir, Euch allen ein spannendes, kunstvolles neues Jahr!
Viel Glück auf den individuellen Wegen. PER ASPERA AD ASTRA.
Mana Binz
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Einerseits sollte „Saturno“ – der gefallene Engel , also der kleine Glasteufel, der auch bei der vorweihnachtlichen Ausstellung am » 10. Dezember, gezeigt wird, Bild des Monats sein. Er ist der gestürzte starke Bruder der Engelwelten. Ohne ihn lassen sich Engel kaum definieren. |
Andererseits bin ich glücklich, dass ich trotz aller schlimmen Umstände, die das » Hagelunwetter hinterlassen hat, dennoch die Supernova fertig bekomme. Sie wird ebenfalls am 10. Dezember hier im Paulushof zu sehen sein. Derzeit ringe ich noch arg mit dem Beleuchtungskonzept – das ursprüngliche Konzept habe ich verworfen. |
Am meisten innerlich zufrieden stimmt mich aber ein gewonnener Kampf - allen Widrigkeiten zum Trotz ist soeben die 41igste und 42igste Glasstele des Projektes » Welten im Wein in den Ofen gegangen. Sie setzt sich mit dem Wetter im Weinberg auseinander: Der Wein als das Spiegelbild der Natur und jahreszeitlichen Wetter. Ein ganzes Wetterjahr eingefangen in einem Jahrgang! |
Daher möchte ich diesen Spannungsbogen des künstlerischen Lebens selbst zum Bild des Monats machen.
Drei Fotos überlagert, verbunden…
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Der Erzengel Gabriel ist der neue Mana Binz - Jahresengel 2011; ein Lichtwesen der Verkündigung, der Auferstehung und der Gnade. Sein Name bedeutet aus dem hebräischen abgeleitet „Gottes Held“. Im alten Testament richtet Gabriel den gestürzten Daniel auf und prophezeit ihm die Ankunft des Messias. In der katholischen Kirche ist er der Verkündigungsengel. Er überbringt an Maria die frohe Botschaft von der bevorstehenden Geburt des Gottessohnes. Zacharias verkündigt er die Geburt von Johannes dem Täufer, Joseph erscheint er im Traum und den Hirten auf dem Felde zur Heiligen Nacht.
Auch im Islam hat Gabriel eine herausragende Bedeutung. Nach sunnitischer Auffassung ist er der Geist der Heiligkeit und nach schiitischer der Geist der Verläßlichkeit. Auch hier ist er ein Offenbarungs- und Verkündigungsengel, denn er übermittelt dem Propheten Mohammed die Verse des Koran und soll ihm die erste Sure diktiert haben.
Im jüdischen Talmud gilt Gabriel als der zweithöchste Engelsfürst. Er zeichnet das Urteil Gottes auf und vermittelt es den Menschen. Er soll Israel schützen und verteidigen.
Gabriel ist ein Engel, der offenbar die Grenzen von Religionsgemeinschaften überwindet. In diesem Kontext verwundert es nicht, daß dieser Engel auch die Welt der Emotionen und das Unterbewußtsein beeinflussen und beherrschen soll. Auch soll er über das Wasser regieren. Seine Farbe ist das Blau in allen Nuancen. Blau ist eine kalte Farbe, aber Blau ist auch die Farbe des Himmels und die Reflexion des Himmelblaus im Wasser.
Blau symbolisiert Ferne ebenso wie die Sehnsucht nach Harmonie und Klarheit. Im Judentum steht Blau für die göttliche Offenbarung, was im blauen Davidstern der israelischen Flagge zum Ausdruck kommt.
Im katholischen Glauben ist der Mantel Marias fast immer blau dargestellt und daher gilt Blau neben dem Weiß der Madonnenlilie als Marienfarbe: „Maria breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus, lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorübergehn … „ – in diesem Kirchenlied ist das sehnsuchtsvolle Blau verinnerlicht, ohne als Farbe benannt zu sein.
Im christlichen Glauben wird Gabriel zumeist mit dem Symbol der Lilie dargestellt. Doch es scheint logisch, dass er als Überbringer von göttlichen Entscheidungen und Regeln auch mit einer Schriftenrolle, mit einer Posaune und manchmal mit gehobenem Zeigefinger dargestellt wird.
Inzwischen gibt es insgesamt 10 Mana Binz – Engel. Während die ersten 7 Engel schlichte Lichtwesen sind, ist der Zuwachs der Engelsfamilie seit 2009 durch drei starke Engelstypen gekennzeichnet: Raphael, Seraphiel und Gabriel. Möge Gabriel den Menschen in Zeiten vielfältiger Verunsicherungen, zunehmender Beschleunigung und mannigfaltiger Problemthemen eine Orientierung sein. Als Vermittler und Erklärer möge er Mut machen, neue, bessere Wege sowohl individuell wie auch gesellschaftlich zu gehen.
Mana Binz hat – auch im Hinblick auf das Hagelunwetter, das im August dieses Jahres im Paulushof und in der Projekthalle schwere Schäden verursacht hat - für die diesjährige Ausstellung den Arbeitstitel „Wenn Weiß Wild wird“ gewählt. Gabriel paßt in dieses Thema, bei dem es um die Begrenztheit unserer Zeit, um bewusstes Wahrnehmen von Zeit, um Veränderung im Mikro- und Makrokosmos geht.
Der Erzengel Gabriel ist zu erwerben bei der Jahresausstellung
von Mana Binz
am Samstag, 10. Dezember 2011
von 14.00 bis 20.00 Uhr
Kulturwerkstatt Paulushof
Paulsstrasse 2 – 10
54470 Lieser bei Bernkastel-Kues
SUPERNOVA
(noch im Entstehungsprozess...)
Die Arbeiten an der SUPERNOVA laufen trotz der schwierigen Begleitumstände „im Plan“.
Künstlerisch unbeirrt ist es mir gelungen inzwischen das gesamte Glas für diese Deckeninstallation herzustellen. Bis Ende Oktober wird jetzt die Verformung der 256 Einzelteile fortgesetzt und ich bin sicher, dass diese Installation der Kern der diesjährigen Mana Binz Jahresausstellung am 10. Dezember 2011 im Paulushof in Lieser sein wird.
Hier sehen Sie das Werk auf braunem Konstruktionspapier auf den Boden ausgebreitet. Einige der Einzelteile haben bereits die Wellenform gefunden. Am 10. Dezember 2011 wird diese SUPERNOVA von Mana Binz als leuchtende Deckeninstallation zu sehen sein. Persönlich verbinde ich hiermit auch die Hoffnung, dass es uns gelingt, bis zu diesem Termin auch die durch das Unwetter zerstörten Dächer wieder hergestellt zu haben. Aus den widrigen Umständen ist etwas so Einmaliges geboren worden, dass ich diesen Entstehungsprozess zum „Werk des Monats“ Oktober 2011 erkläre.
>>mehr Bilder im » BLOG
Ich möchte dieses mal kein einzelnes Werk herausstellen. Vielleicht hat gerade dieses Bild des Monats September 2011 eine ermutigende Aussage für all die Menschen und Winzer, die jetzt durch die Unwetter hart getroffen sind.
Im größten Chaos sieht der Mensch vor lauter Bäumen oft den Wald nicht mehr. Oder er zieht sich durch eigenes Gejammer noch zusätzlich runter. Als das Hallendach am Freitag, 26. August 2011 durch das Hagelunwetter zerstört wurde, durchzuckte mich im schlimmsten Moment ein warmes Glücksgefühl:
Es grenzt an ein Wunder! Alle 40 gläsernen Stelen meines Kunst- und Kulturprojektes WELTEN IM WEIN sind unbeschädigt geblieben. Ich konnte sie heil in Sicherheit bringen.
Gestern erreichte mich die kleine Nachricht von einem lieben Menschen: „Wer immer für das Wetter verantwortlich ist, er scheint deine Kunst zu lieben.“ Das ist die richtige Blickrichtung!
Ja - es reicht oftmals ein Wechsel der Blickrichtung, um klar zu sehen. Das Projekt WELTEN IM WEIN, das auf 77 Glasstelen angelegt ist, alle mit dem Symbol der vertikal durchschnittenen Flasche, wird fortgesetzt. Der Wein ergießt sich in die Welt und die Welt kommt in die Flasche…
Soeben habe ich den Entwurf für das Stelenpaar 41 und 42 fertig gestellt. Thema: Das Ringen des Winzers mit den Urgewalten der Natur und die Freude über eine gute Ernte.
Hier eine Gruppe der Stelen nach der Sicherungsmaßnahme. Für mich auch als ungeordneter Haufen eine kraftvolle Impression.
Mehr auch im Blog und in Termine.
METAMORPHOSE I & II
Hier das Bild des Monats August 2011. Es sind diesmal zwei Bilder:
1. Titel: Metamorphose I, Mana Binz, 2003, Dimension: 40 x 50 cm, Material: Mixed media including crushed glass,Werksverzeichnis 2003/Nr. 1
2. Titel: Metamorphose II, Mana Binz, 2003, Dimension: 40 x 50 cm, Material: Mixed media including crushed glass,Werksverzeichnis 2003/Nr. 2
Diese beiden Bilder sind die ersten, die ich in dieser Technik gemalt habe. Ich habe zerstoßenes Glas eingearbeitet. Hierdurch wird die Metamorphose der Erde, des Sandes, durch das Feuer in das lichtvolle Glas ausgedrückt. Eine Metamorphose hin zu neuer Schönheit, so wie die von der Larve in einen wunderschönen Schmetterling. Alles war schon angelegt und so wird das vermeintlich Hässliche relativiert. Wandlungen, Verwandlungen machen Veränderung sichtbar und lassen uns hoffen. Auch auf eine bessere Welt.
Diese Bilder begleiteten mich über viele Jahre in meinem eigenen Arbeitszimmer als Hoffnungsträger. Daher passen sie zu einem ganz besonderen Projekt, das Kindern Fenster öffnet und ihnen neue Chancen gibt. Für viele Kinder wird im wahrsten Wortsinne erstmals das Fenster geöffnet!
Seit fast 25 Jahren arbeitet Frau Elke Boné-Leis ehrenamtlich für den Kinderschutzbund Trier-Saarburg e.V. Viele große Projekte/Hilfsangebote konnte sie in der Region vor Ort für unsere Kinder in Not organisieren und erfolgreich initiieren. So ist auch "Meine Burg - ein Haus, ein Traum und tausend Chancen" wahr geworden mit dem eigenen Haus, in dem vielen Kindern geholfen werden kann, die so dringend unser aller Hilfe brauchen.
Eine große Kunstauktion steht nunmehr auf dem Programm. Am Sonntag, 16. Oktober 2011 werden viele wundervolle Bilder von namhaften Künstlern zugunsten dieser guten Sache versteigert. Auch meine beiden Metamorphosen.
Genaueres zur Auktion unter:
» http://www.betterplace.org/de/projects/6706-kunstauktion-fur-meine-burg?public=1
Hier finden Sie die Fotos der zur Versteigerung anstehenden Werke.
Die Blogeinträge von Frau Elke Boné-Leis, die für Ihren unermüdlichen Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, weisen auf den bisherigen Verlauf hin.
Bitte unterstützen Sie diese gute Sache mit Ihrer Spende. Ihre Hilfe kommt hier konkret in der Region vor Ort sichtbar an!
Unter » www.kibu-foerdern.de erhalten Sie weitere Infos.
Weitere wichtige Termine des Kinderschutzbundes:
>>17.09.2011 - 19.30 Uhr SADE DESIGN TRIER "Die stille Auktion" (» www.sadedesign.de)
>>08.10.2011 - 18.00 Uhr POINT STORE TRIER "Präsentation der Kunst-Schatz-Kiste" (» www.point-trier.de)
Geben Sie Ihre große Hand den kleinen Händen.
Wieviel Wahrheit enthält dieser schichte Bibelsatz:
Geben ist seliger denn nehmen.
Erfreuen Sie sich an dem was Sie verschenken, öffnen Sie ein Fenster für Kinder, deren Welt sonst dunkel bleibt.
Von Herzen, Ihre Mana Binz
WERDEN - ZERSTÖREN - WERDEN
Ich denke gerne an meine wunderbare Ausstellung in herrlichen Schmetterlingsgarten in Bendorf -Sayn zurück. Ein ganz besonderer Ort....
Kreislauf
Frühlingsblau
Es schlüpft ein Schmetterling
Er will es allen zeigen
Sommergrün
Es lacht ein Schmetterling
Er will partout nicht schweigen
Herbstrot
Es tanzt ein Schmetterling
Rund um die süßen Feigen
Winterweiß
Es weint ein Schmetterling
Das Leben will sich neigen
Frühlingsblau
Ein Schwarm von Schmetterlingen
Im Tanz des Ringelreigen…
Mana Binz 2009
Diese Mana Binz Installation ist aus Polyesterharz und Stahl und war bei den Faltern sehr beliebt!!
KOFFER AUF REISEN
Veränderung und Bewegung durch Zeit und Raum sind das Thema vieler Kunstwerke von Mana Binz
So auch beim Konzeptkunstwerk ARTECELLI, einer sozialen Skulptur, die mit eigenen Fahrwerk unterwegs ist. Das ARTECELLI sammelt in seinen Stahlzellen menschliche Erinnerungsgegenstände von der Geburt bis zum Tod ein. Diese werden von Menschen hinein gegeben. Seit dem europäische Kulturhauptstadtjahr Luxemburg und Großregion 2007 ist ARTECELLI unterwegs. Mit dem ARTECELLI gehen auch viele alte Koffer auf Reisen.
Ende April 2008 war ARTECELLI in der ehemaligen Glockengießerei Mabilon in Saarburg. Dort ist dieses Kofferfoto entstanden, in einem Zeitpunkt als das Gebäude einer andere Bestimmung übergeben wurde.
Das Projekt KOFFER AUF REISEN hat inzwischen eine weit über Deutschland, Frankreich und Benelux hinausgehende Eigendynamik entwickelt. Jeder Koffer erzählt seine ihm ureigene Geschichte. Erinnerungen und Hoffnungen werden geweckt. Vergangenes und Verlorenes werden spürbar. Fremdes und Vertrautes mischen sich in Gedanken und Gefühlen. Wohin geht die Reise? Woher kommt der Mensch? Was ist im Koffer? Will, darf oder muss der Mensch reisen? Ist er willkommen, gefürchtet oder gar gehasst? Bringt das Reisen Entwicklung oder Gefahr? Schlägt das Herz vor Freude oder aus Angst vor dem Unbekannten?
Mana Binz setzt über 100 Koffer immer wieder in Bewegung und dokumentiert diese Reisen in Fotos: Koffer am Fluss, Koffer in Bahnhöfen, in Häfen, in Gebäuden, in Landschaften, in Flughäfen, in Krisengebieten...
Die Frage nach der Zeit und der Wertigkeit von Erinnerung werden thematisiert. Zeitverschiebung wird durch den Einsatz alter Koffer und die hierzu kontrastierende zeitgemäße Kleidung der Kofferbenutzer visualisiert. Ein von der Künstlerin gern eingesetztes Stilmittel, wie auch die Idee vom Bild im Bild genutzt wird, da die real reisenden Koffer zusätzlich oftmals in großformatigen Fotos abgelichtet werden, die an anderen Orten entstanden sind.
Das Foto unten zeigt die Künstlerin Mana Binz selbst im Flughafen von Seoul mit einer großen Transportkiste zwischen normalen Gepäckstücken.
Auch hier sind die Koffer Symbole für Veränderung, Entwicklung und Identität in Zeit und Raum ebenso wie im individuellen Kontext.
Mana Binz - Flughafen Seoul, Mai 2011
WEIN UND EROTIK
Ausschnittvergrösserung einer Glasstelle aus "WELTEN IM WEIN". Verschmolzenes Floatglas, Malerei aus pulverisiertem Glas mit Glas überfangen
| >> » Welten im Wein Folder [1.254 KB] (deutsch) |
| >> » Worlds in Wine Folder [634 KB] (english) |
| >>» UNIVERS DANS LE VIN [341 KB] (french) |
In diesem Monat dreht sich alles für mich um Wein & Art. Ich habe die Ehre, zur großartigen Wine-Art Exhibition in Seoul vom 17. Mai 2011 bis 29. Mai 2011 in der Castle Gallery in Seocho-Gu, Seoul, Südkorea eingeladen zu sein.
Diese Ausstellung ist eine Weltpremiere! Zum ersten Mal erfolgt ein internationaler Künstleraustausch zum Thema Wein und Weinkultur.
Seit einiger Zeit wächst mein Kunst und Kulturprojekt WELTEN IM WEIN. Im Herbst 2009 fing alles an: Intim und seelenvoll sind Herbsttage an der Mosel. Goldenes Licht umspielt die Weinberge. Die Ernte wird eingebracht. Stimmungsvolle Weinfeste in schönen alten Winzerdörfern. Mitten im kleinen Weindorf Lieser, vor Bernkastel-Kues gelegen, wurde ich geboren. Dort habe ich die Kulturwerkstatt Paulushof geschaffen. An einem goldenen Herbsttag entschloss ich mich zu einer künstlerischen Hommage auf die Weinkultur der Mosel. So entstehen seit diesem Herbsttag für das Kunst- und Kulturprojekt “Welten im Wein großformatige Bilder.
In hochformatigen Stelen (230 x 40 cm) spiegelt das Werk die lustvolle, imaginative, visionäre bis halluzinatorische Wirkung des Weins. Bildidee: Die Flaschen sind von oben nach unten durchgeschnitten. So ergießt sich die Flasche in die Welt und zugleich kommt die Welt in die Flasche. Die Vielfalt des Themas Welten im Wein spiegelt sich in den Titeln: “Satyrn und andere Weingötter“, “Auf Wolke Sieben oder im siebten Himmel“, “Berauschte Verwirrungen“, “Beseelt und Beflügelt“, “In Vino Veritas, doch wieviel Wahrheit verträgt der Mensch“, “Sommerwein und Phantasien“, “Ich bin der Weinstock, Ihr die Reben“, “Wahnvorstellungen und Heilsversprechungen“, “Sexus und Gewaltphantasien“, “Der Schöpfung nahe, dem Himmel nahe“ etc…. Der Betrachter ist eingeladen, sich selbst und den eigenen Umgang mit dem Genussmittel Wein zu reflektieren. Doch wer mich kennt weiß, dass ich ganz schlicht jeden einladen möchte, die animierenden Bilder zu genießen wie ein gutes Glas Wein.
Ja! Wine: Worlds in Wine - the art & culture project devoted to the culture of wine...!
Wine for me is colour, is passion, vision, love, sexus, hallucination, dream of the human life, sensory joy, companion in joy - well for the health, however, moderately and full pleasure - not in drunkenness...
So konnte es nicht ausbleiben, dass ich irgendwann in 2010 Chan Jun Park begegnete. Dieser besondere Mensch engagiert sich mit Herzblut und mit großem materiellem Einsatz für die Weinkultur. Durch seine Studien in Deutschland kennt er unsere Kultur und ist ein kluger, genialer Vermittler unserer Kunst- und Weinkultur in Korea.
Seit wir uns kennen hat mein Werk neue Impulse und was gibt es Schöneres für einen Künstler/ eine Künstlerin? Dankbar ist es mir eine Freude jeden Kunst- und Weinfreund mit meinem Werk des Monats herzlich einzuladen, Chan Jun Park kennen zu lernen:
» www.facebook.com/park.chanjun
Wine Columnist
Organizer of Wine-Art Exhibition
Maker of Vin Friends (Wine Accessoires) & Auto-Bookmark
- A thoughtful Gift for Wine Lovers -
» www.vinfriends.co.kr
In mein Werk WELTEN IM WEIN fließt auch Erotik ein. Wein und Erotik sind eine zauberhafte Mariage…Daher dieses Bild des Monats, was inspiriert ist von meinem » Gedicht, das ich Chan Jun Park zum 01. Mai 2011 schenke! Doch bitte kein Irrtum: Dies ist mein Geschenk in die Welt, denn ich bin glücklich verheiratet! Das Werk des Monats Mai ist eine kleine Spiegelung dieser erotischen Komponente des sinnlichen Weingenusses und den habe ich eingeschmolzen in Gemälde und in das Poem…
Dieses Mana Binz Glaskunstobjekt benötigt keinerlei Erklärung.
Es trägt den Titel: Der ultimative Eisprung…
ADMIRATION - WEIDE MEINE LÄMMER
ADMIRATION - WEIDE MEINE LÄMMER ist der hintergründige Titel der Glasstele von Mana Binz, Bild des Monats März 2011
Was ist die Vorderseite, was ist die Rückseite? Farbenprächtig die eine und wie in sanftes Pastell getaucht die andere...
Wer weidet die Lämmer? Wer hält sie zusammen, verhindert, dass diese in die Irre gehen? An wen ergeht dieser Führungsauftrag? An einen, der sich schämt, weil er fehlerhaft gehandelt hatte. An einen, der zuvor ziemlich schräg in die Irre gegangen war. Leugnen, verleugnen, doch nicht die vorangegangenen Fehler vergessen, sondern sich dazu bekennen, ist die Richtschnur zur Bildung von Charakter.
Dreimaliges Nachfragen - liebst Du mich? - dreimal der Auftrag: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe, weide meine Schafe.
Einsicht in die Fehler auf der einen Seite und als Reaktion auf die Einsicht das Verstehen auf der anderen Seite: Es ist nicht immer einfach, an vorderster Front zu stehen. Darum ergeht der Führungsauftrag an den Menschen - weiblich/männlich/welchen Namens auch immer - an einen, der seine Schwächen kennt und sich auf dieser Basis weiter entwickelt. Der nicht eitel wird, erst recht nicht, weil er auserwählt wurde.
Führe, halte du alles zusammen. Du hast aus deinen Fehlern gelernt, nun hab Courage, du musst auch nicht alles allein machen. Auch musst Du nicht immer vorangehen, nicht immer perfekt sein…
Warum erinnert mich diese Sentenz des Evangeliums Joh. 21, 1.15-19 an den Satz Otto von Bismarcks der definierte: " Charakter ist Talent minus Eitelkeit", gerade jetzt von Prof. Dr. Dr. Hermann Simon in der März Ausgabe 2011 des Manager Magazins als Qualifikationsmerkmal für Führung zitiert?
Mana Binz im März 2011
Weitere Infos
| » Verlängerung der Ausstellung WELTEN IM WEIN in Bernkastel-Kues |
| » Die Ausstellung WELTEN IM WEIN |
| Das Projekt » WELTEN IM WEIN |
DER KAUF
Installation aus vier Glasstelen, Größe/cm: 4 x 34 x 230. Verschmolzenes Floatglas, Malerei aus pulverisiertem Glas mit Glas überfangen
Der Prozess des Kaufens wird an der physischen und psychischen Veränderung des weiblichen Körpers reflektiert. Ein emotionaler Prozess: Begehrlichkeit, Hingabe, Anspannung, Entspannung, um wieder von vorne zu beginnen. Die weibliche Kauflust wird kraftvoll und erotisch als konjunktureller Veränderungsmotor gezeigt.
Vier langbeinige weibliche Wesen mit roten Schuhen - Fragezeichen, Ausrufezeichen, Euro-Zeichen, Punkte. Vier Schritte thematisieren den Kauf:
- Was will ich? – die unbestimmte Sehnsucht
- Ich will was! – das Verlangen,
- Es muss bezahlt werden – Geld wird in Umlauf gebracht,
- Ich hab's, die rote Tasche, das Ziel der Begierde - Der Kauf hat einen Moment Glücksgefühl geschenkt und sogleich keimt neue Kauflust auf.
„Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang“ schreibt Rainer Maria Rilke. Mana Binz: „Dieser Satz sollte ergänzt werden - Allein die Gewissheit des Schönen lässt uns das Schreckliche ertragen oder - mit Shakespeare - we are such stuff, dreams are made on.“
DIE GLÄSERNE WELLE - SCHWEINEZYKLUS
Mana Binz zum Kunstwerk: "Die gläserne Welle "Schweinezyklus" aus ofenverschmolzenem und ofenverformtem Glas mit glasüberfangener Malerei ist 2008 entstanden. Der Schweinezyklus verdeutlicht für mich recht simpel die Wirkungsmechanismen in der Marktwirtschaft:
Bei hohen Preisen von Schweinen investiert der Schweinebauer und steigert durch Mast und Aufzucht zeitlich verzögert das Angebot an Schweinen. Hierdurch entsteht ein Angebotsüberhang, Der Preis fällt, die erwarteten Gewinne fallen geringer aus. Zudem ist er nicht allein. Auch andere Bauern investieren und verstärken damit die Abwärtsspirale. Die Preise sinken weiter.
Die Selbstregulierung der Märkte ist zeitversetzt. Nur kurze Zeit kann der Bauer sein Betriebsergebnis durch Produktivitätssteigerung halten. Dann reicht es ihm, denn der Gewinn sinkt immer weiter und er entscheidet sich, sein Geld jetzt anders zu investieren. Das machen auch die anderen Schweinebauern, mit dem Ergebnis, das Schweinefleisch wird jetzt wieder knapp und der Marktpreis steigt.
Mit der Welle "Schweinezyklus" verbinde ich persönlich die Hoffnung, dass die freie Marktwirtschaft auch weiterhin als System mit der höchsten Effizienz wertgeschätzt wird, um für alle Menschen Wohlstand zu sichern und zu mehren.
Allerdings meine ich damit eine Marktwirtschaft, ein System, in dem jeder an seinem Platz mit Verantwortung agiert und in dem der Staat kein Selbstbedienungsladen für Zocker wird. Es sind klare Spielregeln nicht Gängelungen zu finden und zu formulieren, die den Konsens der Gesellschaft und das soziale Allgemeinverständnis über Gerechtigkeit widerspiegeln. Diese Regeln sind zu beachten, die Nichteinhaltung ist rigide unter Strafe zu stellen, denn die Marktwirtschaft ist kein Selbstzweck, sondern soll auch in Zukunft die Wirtschaftsform bleiben, die der freien Entfaltung des einzelnen Menschen und dem Wohlergehen der Menschheit gleichermaßen dient.
Das ist mein Wunsch für die Zukunft und für dieses neue Jahr: Verantwortliches Handeln im besten aller Wirtschaftssysteme zur Mehrung von Freiheit und Wohlstand und zur Sicherung des Friedens der Menschheit untereinander."
L'ATTENDE - DAS WARTEN
MANA BINZ 1999
Drei Damen vereint im gemeinsamen Warten auf dem Balkon der Phantasie des ältesten Gewerbes!
In "Blühende Gärten und Weltenträume" - führt die aktuelle Ausstellung in der Kulturwerkstatt Paulushof in Lieser. Zu sehen sind phantasievoll gemalte Bilder auf Stoff der Malerin Mana Binz. Farbenmächtig und ausdruckstark setzt sich die Künstlerin darin gleichermaßen mit dem Traumland des Märchens wie der Befindlichkeit der gegenwärtigen Welt auseinander. Mit ihren großformatigen bemalten Wandbehängen, bei denen die Künstlerin auf Leinen und schwere Baumwollstoffe malt, hat Mana Binz internationale Beachtung erfahren. Sie stellen eine zentrale Werkgruppe im Werk der Künstlerin dar. Bereits zur Eröffnung waren Besucher aus ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich, selbst aus Japan und Korea in den Moselort gekommen. Die Künstlerin Mana Binz betreibt seit 20 Jahren ein Atelier in Brüssel und hat ihren Traum verwirklicht, in Lieser - ihrem Heimatort - einen weiteren Kunstort zu schaffen. Dabei ist aus dem ehemaligen Kelterhaus das Kunst-Ensemble Paulushof entstanden. Die Ausstellung ist noch bis 16.Dezember jeweils am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 12-17.30 Uhr zu sehen. Die festliche Finissage findet am 11. Dezember um 18 Uhr statt. Zum Werk von Mana Binz spricht dabei die Kulturjournalistin Eva-Maria Reuther.
| >> » Fotogalerie Vernissage "BLÜHENDE GÄRTEN UND WELTENTRÄUME" am 20.November 2010 |
| >> Zur Ausstellung "» BLÜHENDE GÄRTEN UND WELTENTRÄUME" |
BAGDAD GARDEN
MANA BINZ 2003
mobile Freske, gemalt aus tiefer Betroffenheit!
Sieben Jahre nach dem Beginn des dritten Golfkrieges hat die Auseinandersetzung über Ursache und Wirkung von kriegerischer Aggressionspolitik Nichts an Aktualität verloren. In tiefer Betroffenheit malte ich diese Freske nachdem trotz der Abstimmungsniederlage im UN-Sicherheitsrat und trotz zunehmender Isolierung in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003 der US-amerikanische Präsident G.W. Bush dem Irak den Krieg erklärt hatte.
Die Kriegursachen sind ebenso nebulös wie die Geschichte der hängenden Gärten der Semiramis in Babylon, dem wohl geheimnisvollsten und rätselhaftesten der sieben Weltwunder der Antike.
Wenn es diesen sagenhaften Garten, eine bewässerte Terrassenkonstruktion überhaupt gab, dann lag dieser im Kriegsgebiet des heutigen Irak. Gefunden wurde hierzu - ebenso wie bei die vergeblichen Suche der Waffeninspektoren - so gut wie Nichts…
WELTEN IM WEIN
Glasstelenpaar
Titel: BERAUSCHTE VERWIRRUNGEN
Künstlerin: Mana Binz
Vom 27.09. bis 04.12.2010 zeigt die Akademie Kues in Zusammenarbeit mit dem Weinkulturellen Zentrum und dem St. Nikolaus-Hospital in Bernkastel-Kues die Ausstellung "Welten im Wein". Die Schau präsentiert eine Werkgruppe aus 40 malerisch gestalteten Glasstelen von Mana Binz. Das Kunst- und Kulturprojekt für die Weinkultur wird hiermit im Zentrum des Rieslingsweins an den drei Standorten in Bernkastel-Kues in der Akademie Kues, im Weinmuseum und in der Vinothek der Öffentlichkeit dargeboten.
Im Wein liegt angeblich Wahrheit, er ist gleichermaßen Freude, Gefahr, Verlockung und Lust. Der Wein tut der Psyche und auch der Gesundheit gut. Im Überfluss genossen, kann er schaden und führt im schlimmsten Fall zu Krankheit und Wahn.
Mana Binz: "Ich möchte in den hochformatigen Bildern aus Glas die förderliche wie zerstörerische Wirkung des Weins auf Bewusstsein und Phantasie spiegeln. Der Betrachter ist einladen, sich selbst und seinen Bezug zum Lebens- und Genussmittel Wein zu hinterfragen. Die beiden Stelen BERAUSCHTE VERWIRRUNGEN sind eine Anspielung an das Doppelsehen nach allzu reichlichen Zuspruch beim Genuss des guten Rebensaftes.
Eben genau dieses Paar erforderte verstärkte Konzentration, die im Rauschzustand wohl doch eher rückläufig ist. Die Flaschenform war zu doppeln und ebenso die Bildsprache, ohne jedoch identisch zu werden. Witzigerweise spielte dieses verflixte Paar beim Einbau in das Metallgestell mit uns: Fast hätten wir es auf den Kopf gestellt. Das Glas haben wir erst nach gelungener Arbeit gehoben! Warum gerade diese Stele danach trachtete, uns selbst zu verwirren? Es scheint Kobolde und Scherzkekse in Dingen zu geben. Warum nicht deren Eigenspiel einfach mal beobachten?
Ein Bild wie geschaffen für den Monat Oktober 2010 - 20 Jahre Deutsche Einheit, 20 Jahre ARTE, viele Jubiläen im meinem eigenen beruflichen und privaten Umfeld."
Berauschte Verwirrungen...
>> Welten im Wein: » Ausstellung und Vernissage
WELTEN IM WEIN
Glasstelenpaar
Titel: apollinisch - dionysisch
Künstlerin: Mana Binz
Die Schatten werden länger. Der Spätsommer hat bereits herbstliche Töne und seine eigene Ästhetik. Das Stelenpaar "apollinisch - dionysisch" aus dem Projekt WELTEN IM WEIN der Künstlerin Mana Binz scheint in seinen Grüntönen mit der Jahreszeit zu spielen:
Du sollst dir kein Bild von Gott machen - die göttliche Hand bricht aus einem imaginären Wasser rauschhaft heraus und wie ein schöner Schein erscheint im Grün mimikriert die Vision des jugendlichen Dionysos schwebend über einem Traumboot.
Nicht der wissenschaftliche Mensch ist die Weiterentwicklung des künstlerischen. Das erkannte vor seiner schlimmen geistigen Umnachtung auch Nietzsche: "Die Kunst und nichts als die Kunst! Sie ist die große Ermöglicherin des Lebens, die große Verführerin zum Leben, das große Stimulans des Lebens." Und Ecce homo endet mit dem Ruf "… Dionysos gegen den Gekreuzigten!">
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WELTEN IM WEIN
Glasstelenpaar
Titel: BESCHWINGT UND BEFLÜGELT
Künstlerin: Mana Binz
Im Kunst- und Kulturprojekt » WELTEN IM WEIN thematisiert Mana Binz die Wirkungen des Weingenusses auf Seele, Geist und Körper. „Es macht richtig Spaß die vielen positiven Wirkungen des Weingenusses zu beleuchten. Weniger erfreulich ist die künstlerische Auseinandersetzung mit den negativen Auswirkungen. Wein als Alkoholdroge - Ich selbst kenne niemanden, der allein durch den Genuss von Wein zum Säufer wurde. Da muss noch mehr dazu kommen…. Genießer und Trinker sind unterschiedliche Charaktere. Dennoch – ein solches Projekt hat alle Facetten zu beleuchten….“
In diesem Bildpaar spiegelt sich: Mir wird so leicht ums Herz. Der Wein beflügelt den Geist, er beschwingt die Gedanken und öffnet spritzig geistige Barrieren. Daher ist der Titel dieses im Juli entstandenen Stelenpaares: Beschwingt und beflügelt
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Detailansicht aus einer am 01.Juli 2010 geborenen Glasstele
Titel: Beseelt
Künstlerin: Mana Binz
Künstlerin: Mana Binz
Beim RITUELLEN ESSEN - LEBEN IM FLUSS spielt die Zahl 3 eine große Rolle. Die Speisefolge ist in drei Gruppen unterteilt mit jeweils 3 x 3 Einzelgerichten, Miniaturen von Geschmacksmemoraten in neu interpretierten Erinnerungsrezepturen…
Warum gerade die Zahl 3 ? Mana Binz fasst es zusammen:
- Im christlichen Glauben steht Drei für die Einheit von Gottvater, Sohn und heiliger Geist.
- Drei steht für die Vision von Unendlichkeit, für die Einheit von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
- Bei zwei Personen hat man eine Paarsituation. Drei sind eine Gruppe und führt durch die Aufhebung der Dualität sofort zur Kommunikationsänderung.
- These - Antithese - Synthese auch für das Denkmodell steht für die Zahl drei.
- Drei ist die erste Zahl die Anfang, Mitte und Ende hat und die einzige Zahl, die jeweils nur eines dieser Glieder besitzt.
- Die kleinste Fläche besteht aus drei Punkten. Das kleinste Volumen ist die dreiseitige Pyramide.
- Familie = Vater + Mutter + Kind
- Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Seele und Geist.
- Es gibt sieben Todsünden gegen Mensch und Gesellschaft und drei gegen Gott in den 10 Geboten.
- Für Juristen - das Prinzip der Gewaltenteilung in Legislative, Exekutive und Judikative .
- In der Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
- Aber auch das Schimpfwort: Du kannst wohl nicht bis drei zählen!
- Der flotte Dreier…
- Aller guten Dinge sind drei.
- Auf dem Teller: Fleisch, Kartoffeln, Gemüse.
- Die Speisefolge: Vorspeise Hauptgericht, Nachspeise
Die Aufzählung zur Besonderheit der Zahl DREI könnte fortgesetzt werden, denn es gibt noch Viele rund um die Zahl Drei.
Doch jetzt gebe ich den Startschuss in das Festessen im Dreiklang:
Achtung, Fertig, Los!
Künstlerin: Mana Binz
Wir schauen hoch in den blau-weißen Wolkengarten Von Mana Binz. Der Garten verläuft parallel zum alten Flußbett der Mosel wie ein Höhenweg. Hier hat die Künstlerin mit einigen der von ihr entworfenen und hergestellten Wasserschalen, die für das Reinigungsritual innerhalb der Genusskunstaktionen im Mai 2010
vorgesehen sind, eine Spur durch den Garten gezogen. Von der Quelle bis zur Mündung des Lebensflusses durchquert jeder Mensch Raum und Zeit. Spuren hinterlassen, sich Zeit nehmen, um Zeit zu haben, der Zeit die Zeit zu lassen, um Erinnerung zu werden, das ist die Linie quer durch das künstlerische Schaffen von Mana Binz.
Künstlerin: Mana Binz
Eine gedankliche Reise zum Beginn des Aprils
RITUELLES ESSEN - LEBEN IM FLUSS
April
Sonnentraum und
Winterreisen
Blütendüfte
Frühlingsweisen
Wolkentanz mit
Flügelschlägen
Feuerspiele
Motorsägen.
Schabernack und
Glockenklänge
Freudenscherze
Lockgesänge
Frühlingsblumen
Feuchte Socken
Mädchenduft mit
Wiesenglocken.
Mana Binz 2010
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Künstlerin: Mana Binz
Genusskunst
RITUELLES ESSEN - LEBEN IM FLUSS
Beschreibung
Das Werk des Monats März 2010 gibt einem kleinen Einblick in die Vorbereitungen für die festlichen Essenszeremonien, die im Mai 2010 in der Kulturwerkstatt Paulushof in Lieser stattfinden werden. Das Geheimnis gehört mit zum Ritus. Daher zeigt das schlichte Foto nur ein Gedeck mit einem einzelnen Teller, der rund um die Dessertgänge eingesetzt wird. Ein Testlauf, eine Probeeindeckung, wie es viele in der Vorbereitung der Genusskunstaktion schon gab, der Fastenzeit und der Weinabstinenz angemessen mit leerem Teller. Warum habe ich dieses Foto ausgewählt? Seit vielen Monaten treibt mich dieses Projekt um. Es ist ein heftiges Umtreiben, voller intensiver Arbeit am Zeichentisch, am Brennofen und im Bewusstsein. Weit über 1000 große und kleine rituelle Gefäße aus Glas habe ich entworfen, gezeichnet, selbst hergestellt. Dieser Prozess selbst ist Kunst. Die Kunst setzt sich fort im Fest und wird dennoch mit dem Fest nicht vollendet sein.
Es sind im Wesentlichen drei Themen, die sich in diesem Kunst- und Kulturprojekt verweben:
1. Riten und Rituale sind die Wurzeln der Kunst. Auf diese Ursprünge möchte ich hinweisen. Ein festliches Essen eignet sich hierzu, denn seit Jahrhunderten sind Festessen und Essen zu spirituellen Anlässen mit Ritualen verbunden. Sie heben sich ab von der reinen Notwendigkeit der Nahrungsaufnahme. Zum Lebenserhalt isst und trinkt der Mensch. Doch durch die Alltäglichkeit des Bedürfnisses wird Essen und Trinken immer weniger zelebriert. Bei dieser Aktion mit Wasser, Wein, Brot, Feuer und Erinnerungsrezepturen wird es sakral und lustvoll bacchantisch zugehen. Das ist kein Widerspruch, denn bewusstes Genießen, ist die Basis von Kultur. Schon Johann Wolfgang von Goethe sagt "... kein Genuss ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend…“.
2. Es geht mir auch darum, den fließenden Übergang von Kunst und Design zu thematisieren. Ein Teller ist ein Teller. Er kann benutzt werden, um etwas hinein zu legen. Doch ist jeder Teller, jedes Gefäß das nicht nur angeschaut, sondern auch genutzt werden könnte, bereits deshalb ein Gebrauchsgegenstand? Werden die Stahlskupturen von Richard Serra Gebrauchsgegenstände, wenn jemand in der prallen Sonne ein Ei darauf braten will? Was ist ein Teller in der rituellen Installation eines Essens? Was ist ein Teller kopfüber an die Decke geklebt? Steht es nicht jedem frei, mit Kunst das zu machen, was ihm in den Sinn kommt? Beim Ritual ist Kunst und Kultur allgegenwärtig spürbar. Die geschlossene Gesellschaft, die sich heute um Kunst, Künstler, Kunstmäzene und Kunstkenner gebildet hat, wird geöffnet. Jeder ist ein Künstler. Alte Fragen werden neu aufgeworfen.
3. Das Leben als Kunstwerk – Bewusstsein für Zeit und Raum und die Wertigkeit unserer Handlungen sind die Basis menschlicher Kultur. Immer wenn um dieses Bewusstsein gerungen wird, ist die Vergänglichkeit des Lebens spürbar und die Kostbarkeit der einmaligen Momente in der flüssigen Lebenszeit. Rituale schaffen solche einmaligen Momente, in denen Bewusstsein für Kunst und Kultur erfahrbar wird und Erinnerung entsteht. Kunst entspringt dem verinnerlichten Horizont des Lebens. Es kann nur das sichtbar herauskommen, was im Geist zuvor angekommen ist. Alles ist im Fluss, im Fluss von Zeit und Raum und im Fluss der Erinnerung. In der Aktion rund um den Genuss aller Sinne, von Gaumenfreuden, Augen- und Ohrenschmaus thematisiere ich das Leben am Fluss, das Leben im Fluss, das Leben im Überfluss. In 27 Geschmacksmemoraten werden den Teilnehmern “Erinnerungsrezepturen“ begegnen. Sie sollen Assoziationen an erlebte Genüsse wecken. Das rituelle Essen wird zudem nahe am Fluss stattfinden – auch dies eine uralte Metapher: Der Strom der Zeit.
Künstlerin: Mana Binz
SPUREN IM SAND
Ein Scherbenhaufen
Der Erinnerung Scherben
Scherben der Erinnerung
Verblasste Erinnerung
Im Spiel der neuen Liebe
Neuer Sand im Getriebe
Spuren der Liebe im Sand
Mana Binz - 2010
P.S: Schön vorsichtig sein. Der Valentinstag fällt in die närrische Zeit....
Künstlerin: Mana Binz
Technik: Collage mit Ölkreide
Größe/cm: 62 x 44.
Wasser ist Urkraft und Quelle des Lebens. - Lebenserhaltendes Wassers - Nur durch Wasser können sich die menschlichen Zellen erneuern und gesund erhalten. Dort, wo genug Regen fällt, verdörrt die Ernte nicht. Vom Überfluss verwöhnt, scheinen uns Themen wie die Verknappung des Wassers und dessen Kostbarkeit wenig bewusst zu sein. Die Menschen, die den Kampf um das Überleben und das Wasser täglich führen müssen, sie scheinen uns weit entfernt. Muss es Katastrophen geben, wie jetzt das Erdbeben in Haiti, damit wir endlich wach werden? Ach, wenn wir doch nur wach würden…
Wege finden für nachhaltige Hilfe - Wir machen ganze Völker und Menschengruppen unselbstständig. Entmündigen viele Menschen hier in unserem Vaterland, inzwischen ebenso, wie die Menschen, die seit Kolonialzeiten ausgeraubt und entmündigt worden sind. Dann ein verheerendes Erdbeben in einem von Armut gebeutelten Land, rund herum Tourismus, die USA vor der Haustür. Katastrophe, Entsetzen, Hilfsbereitschaft – oder? Die Flugzeuge kommen nur nach und nach runter…
Wir wollen helfen. Bei allem Elend: Spendenbereitschaft erst nach nacktem Entsetzen wirft auch die Frage auf, ob “Entferntenliebe“ hierfür ursächlich ist. Ist spontane Spendenbereitschaft wahre Empathie oder wollen wir uns selbst glauben machen, wir seien noch nicht komplett verroht? Wir seien noch fähig, wirklich mitzufühlen? Wenn wir anonym, in der Welt da draußen scheinbar helfen, brauchen wir dann kein Elend um uns herum zu sehen?
Die Menschen brauchen wirklich unsere Hilfe – Es gibt bei Naturkatastrophen keine Ausreden: Aus aktuellem Anlass brauchen die Menschen auf direkten Wegen schnelle Hilfe, so schwierig dies in der Chaossituation eines korrupten und regierungslosen Landes ohne Infrastruktur zu bewerkstelligen ist. Tote beerdigen, Seuchen verhindern, Verletze behandeln, Medikamente, sauberes Wasser, Lebensmittel – diese Hilfe ist christliche Nächstenliebe.
Echte Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe - Auch viele andere Menschen in Entwicklungsländern und Menschen um uns herum brauchen echte Hilfe. Sind wir aus Dankbarkeit für unseren Wohlstand bereit, wirksame Wege zu finden, um der anderen Hälfte der Menschheit, die in wasserarmen Gegenden geboren wurden, die ausgebeutet wurden, von der Weltgemeinschaft ausgeschlossen scheinen, die Hand zu reichen? Sind wir bereit, sie zu unterstützen im täglichen Kampf ums Überleben? Echte Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe. Es ist allerhöchste Zeit, dass wir Wege für wirksame und ehrliche Hilfe finden, um benachteiligte Menschen nachhaltig an unserem Überfluss teilhaben zu lassen. Hilfe zur Selbsthilfe für die Ärmsten der Armen, ebenso wie für die bereits lethargischen Menschen in unserem eigenen Land.
Das Werk des Monats Januar 2010: Hierzu Mana Binz: „Als Kind behütet und bevormundet zugleich hatte ich die WELTWASSERPUMPE 1965 für meinen Vater als Collage geschaffen. Ich wollte ihm zeigen, dass Kunst, so wie ich sie sehe, eine ernsthafte Angelegenheit ist. Begleitende Schulreferate über die Wertigkeit des Wassers rundeten meine verzweifelte jugendliche Überzeugungsarbeit ab. Ich weiß bis heute nicht, ob das Bild jemals im Tiefbauingenieur-Büro meines Vaters hing. An Aktualität hat es in mehr als 40 Jahren nichts eingebüßt…“
DER MANA BINZ JAHRESENGEL 2009
Mana Binz - Jahrgangsengel 2009.
Das Geheimnis wird gelüftet:
Es ist der Erzengel Raphael, den die Künstlerin Mana Binz für einen flüchtigen Moment eingefangen hat.
Aus irdischem Quarzsand entsprungen, transparent, schwerelos, scheint er in himmlische Sphären aufzusteigen.
Nur 100 Raphael – Engel wird es geben! Jeder ein Individuum in Verschmelzung und Ausführung.
Möge Gott die Seele heilen und Raphael als Schutzpatron den Kranken Heilung und Linderung bringen.
Wir sehen uns am 12. 12. 2009 in der Kulturwerkstatt Paulushof in Lieser!
» Info-Link
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TANZ AUF DER ZUNGE 2
TANZ AUF DER ZUNGE 2 Ecovin 2009
Im Garten stellte die Künstlerin Mana Binz Ihr Kunstwerk “Welten im Wein“ vor. In hochformatigen Bildern aus Glas spiegelt das Werk die imaginative und lustvolle Wirkung des Weingenusses. Das Werk ist das erste nachwachsende Kunstwerk dieser Art. Es wurde als Projekt für die Weinkultur in 2008 begonnen. Die ersten vier Bildfindungen wurden im letzten Jahr auf der Jahrgangspräsentation 2007 von ECOVIN gezeigt. Das Kunstwerk soll auf insgesamt 49 Bilder heranwachsen.
>> Weiterführender Link: » WELTEN IM WEIN






































