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CUSANUS 1453 - DE PACE FIDEI

rituelles essen - leben im fluss

artecelli

welten im wein

koffer auf reisen

virtuelle kunstaktion "mein koffer"

installation "der besondere geburtstag"

installation "der kauf"

rituelles essen - leben im fluss:

1. Bilderfolge: Das Reinigungsritual

2. Bilderfolge: Die drei Flusstafeln

3. Bilderfolge: Die drei Schiefertafeln

4. Bilderfolge: Die Feuertische

5. Bilderf.: Muscheln wie indische Hochzeitshände

6. Bilderfolge: Die Tafelinstallationen

7: Bilderfolge: Das Feuerwerk

8.Bilderfolge: Jagdhörner zum Auftakt

Erinnerungsrezepturen und Geschmacksmemorate

Der Raum der Stille

Spiegelungen....

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"Spiegelungen haben in der Kunst eine lange Tradition"....




Sie sind Synonyme für eine reflektierte Weltsicht. Reflexion ist der physikalische Begriff für Spiegelung. Noch im Mittelalter waren Spiegel Teufelswerkzeuge. Die Frauen, die ihre Schönheit darin spiegelten, wurden sich dieser bewusst und rasch zu Hexen.

Spiegelung steht für einen kritischen Verstand als Geisteshaltung. Reflexion bedeutet nicht nur das optische Widerspiegeln, sondern auch das bewusste Nachdenken. Spiegelungen in der Kunst stehen für Bewusstheit und Weltwahrnehmung. Im Mittelalter waren Objekte heilig oder profan, sie waren Teil von Ritualen oder Gebrauchsgegenstände.

Wenn ich die Kunst wieder zu ihrem rituellen Ursprung zurückführen möchte, so benutze ich bewusst die Tafel als Metapher. Die Tafel als Spiegelung von Ritus und Kultur ist dem Menschen zugänglich: Das letzte Abendmahl von Jesus mit seinen Jüngern, die Ritter von der Tafelrunde, die strenge Setzung einer Tafel bei Zeremonien und die Spiegelung der Kultur einer Gesellschaft an ihrer Tischkultur....

So verändert sich der Gebrauchsgegenstand Teller, wenn er den Ritus spiegelt und Teil einer künstlerischen Gesamtinstallation ist. Er ist dann zwar prinzipiell immer noch zum Gebrauch geeignet, dies ist jedoch allein Spiegelung der individuellen Freiheit, einen Gegenstand überhaupt zu nutzen, wie zu nutzen oder diese Nutzung gänzlich zu unterlassen.

Die rituelle Tafel erhebt den Teller seiner Situation als Gebrauchsgegenstand. Er wird Kunstobjekt mit einer gemalten Fläche und einer gestalteten Form, auch wenn er immer noch als Teller
funktionieren könnte, denn er klebt ja nicht unbenutzbar unter der Decke. Nicht seine Funktionalität ist sein Wesen, sondern die Spiegelung von Kultur und seines Ursprungs: der Ritus und das Ritual.

In dieser Spiegelung verliert der Teller als Gegenstand seine Gegenständlichkeit und wird zu einem abstrakten Gebilde. Einem abstrakten Gebilde, das wieder Bewusstsein schafft für die Wertigkeit von Zeit, für den Augenblick, für Erinnerung, für bewusstes Leben.

Ein solcher Teller benutzt die Spiegelung als künstlerisches Ausdrucksmittel und verändert sich vom Gebrauchsobjekt zum Kunstobjekt.“

Über den Übergang von Design zur Kunst
Mana Binz im März 2011